Donnerstag, 21. august 2008
Heute ist es endlich soweit gewesen, das Flugzeug landete um 12.29 auf dem Göteborg City Airport. Das hört sich sehr pompös an und ist es auch, dieser riesige Flughafen besitzt nämlich zwei ganze Gates und eine Gepäckbahn, dazu noch eine Rollbahn und unser Flugzeug war das einzig größere da. Als wir ausstiegen mussten Phil und ich also erstmal laut losprusten und haben uns ausgeschüttet über diesen Provinzflughafen, aber er war in Schweden, in der Nähe von Göteborg, also gab es keine größeren Einwände. Carina, meine Mentorin, holte uns ab und brachte Phil in sein Viertel, das im Norden von Göteborg liegt. Dann fuhren wir weiter in die Gemeinde Högsbo, wo ich arbeiten werde. Die Kirche ist schönster 70er-Jahre-Stil, aber keineswegs hässlich, sondern etwas anders einfach. Danach gings ins Bürogebäude der Gemeinde und ich lernte die ersten vier Mitarbeiter kennen. Von den Namen her konnte ich mir aber nur Bert merken, der anscheinend fürs wirtschaftliche zuständig ist, der hat mir auch nen Handy gezaubert, dass ich ab nun als mein Telefon nutzen werde, da ich zu Hause keins habe (die Nr. gibts auf Anfrage)! Danach folgte sogleich mein erster schwedischer Einkauf. Schön Müsli, Milch, Brot, Käse, Butter und drei Äpfel. Mission erfolgreich abgeschlossen! Dann gings endlich in mein neues Heim. Ich wohne direkt under the roof und hatte freie Zimmerauswahl, da meine Mitbewohnerin erst morgen eintreffen wird. Ich hab mir das schönere (wie ich finde) gemopst und sofort ausgepackt, damit es mir niemand mehr streitig machen kann :D. Danach wurde etwas die Wohnung erkundet. Als das abgeschlossen war gings auf Erkundungstour vor der Haustür weiter. Ich bin einfach der Nase nach gelaufen und plötzlich entdeckte ich nen Strom von MEnschen, die auf einen Supermarkt, wie es schien zuwanderten, ich nicht lange nachgedacht und hinterher, irgend nen Grund musste der Andrang ja haben. Bei dem Laden angekommen ging aber kaum einer in den unten tatsächlich vorhandenen Shop, sondern alles rannte nach oben und da las ich das Schild: "Second Hand Shop". Sehr geil, alles stürzt sich auf die schon benutzten Artikel und ich mitten drin. Ich habe am Ende eine "Meine erste Kinderbibel" und "Ronja Räubertochter" auf Schwedisch ergattert, sowie eine Thermoskanne, die ich anscheinend für mein Welcome-Seminar Anfang September brauche.
Danach nach Hause, schön geduscht und dann in den Park hinter der großen Straße. Dort habe ich sogleich einen Chilenen und einen Deutschen gefunden, die für meine tägliche Sportration sorgten, indem sie mit mir Fussball spielten. Danach bin ich noch weiter durchn Park und habe die Diskgolfanlage besichtigen wollen, aber da ist heute Abend ein Konzert, dass ich übrigens bis hier zu Hause vernehmen kann, sodass ich das auf morgen verschieben muss. Als ich wieder Heim kam, habe ich meine Vermieter kennengelernt, das Ehepaar Landahl. Sehr nette Leute, die mir für alles ihre Hilfe angeboten haben. Außerdem waren sie schon mal in Rotenburg und haben gerne deutsche Freiwillige zur Untermiete, da die anscheinend so schnell Schwedisch lernten (da hab ich mir ja wad vorgenommen). Aber immerhin wird mit mir bis in zwei Wochen noch Englisch geredet, dann will Carina gänzlich auf Schwedisch umsteigen, zum Glück fahre ich da dann erstmal nen paar Tage auf Seminar, sodass ich es etwas langsamer angehen lassen kann. Aber immerhin kann ich mit Anstrengung schon so einiges beim Lesen verstehen und auch Gebrochenes wenn jemand ned so superhypermegaschnell redet. Naja, nun werde ich mal zum Abendbrot schreiten, da ich morgen früh in die Gemeinde will um einen guten und interessierten Eindruck zu hinterlassen, ich will aber endlich anfangen zu arbeiten, denn hier allein rumgammeln macht mir keinen Spaß. Morgen mach ich mich auch auf die such nach nem Volleyballverein, damit ich recht schnell unter Leute komme.
Morgen geht der Bericht weiter.

Bis dehennseln und ein fröhliches Hej då!

von Lukullus
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