Wednesday, 8. april 2009 3 08 /04 /Apr. /2009 21:12
Inzwischen ist es April, es ist viel passiert und viel von dem ich nichts erzählt habe.
Januar, der Januar verlief weitgehend ruhig, die Gruppen fingen alle wieder an, wir hatten unser erstes Planungstreffen für Bremen, deshalb waren die Malmöer hier oben in Göteborg. Dort wurde auch beschlossen, dass ich meinen Geburtstag in Malmö/Kopenhagen feiern werde. Außerdem färbte ich mir die Haare orange, eine überaus schöne Farbe. Die Woche drauf also nach Malmö mit Phil und in meinen Geburtstag gefeiert.
Damit sind wir schon im Februar! Es ging auf Skireise mit den Konfirmanden, ne schöne Sache. Ich stand das erste Mal auf den länglichen Dingern, naja ich lag eher viel rum mit den länglichen Dingern. Blaue Flecken überall, aber ne Menge Spaß. Doch nicht wirklich meine Sache, bin halt irgendwie doch ne Flachlandratte, die gern nen Berg hochwandert, aber auch wieder runterwandert ohne Hilfsmittel unter den Sohlen. Wieder daheim viel Arbeit und das normale Tagesgeschäft, ned sehr spannend.
Mi dem dritten Monat des Jahres kamen die Südschweden wieder mal nach Gbg und wir hatten unser zweites Planungstreffen. Inzwischen hat das Seminar schon richtig Gestalt angenommen. Dann gings das erste Mal nach Hause seit August. Hab eine Nacht in ROW übernachtet, hatte nen schönen Abend mit der Fam und am nächsten Morgen einige Sachen geregelt, die man von Schweden aus ned regeln kann. Dann gings zusammen mit der Insa zu der Lisa nach HH. Wir hatten wunderschöne Tage in der Perle des Nordens. Wieder daheim ging die Passionszeit los und es wurde stressiger und stressiger. Denn nicht nur die Kirche hatte mehr arbeit für mich, sondern auch meine Bewerbung für Berlin musste fertiggestellt werden. Viel arbeit, viele Sorgen und Kopfzerbrechen. Am Ende des Märzes war sie fertig, ausgedruckt und nach Berlin gefahren. Denn Anfang April, sozusagen letzte Woche war ich in Berlin. Zusammen mit der Jugendgruppe aus Älvsborg, in der ich Mitlglied bin. Schöne sonnige Tage in der Bundeshauptstadt hatten wir, unglaublich 22° und strahlend blauen Himmel. Ich habe das Johannesstift besucht und einen Teil meiner Bewerbung schon abgegeben. Am Sonntag hatte mich Gbg wieder.
Montag habe ich das Östra sjukhus hier in Göteborg besucht, zu deutsch Ostkrankenhaus. Habe vom Mann meiner Mentorin eine Führung durch den Riesenkomplex bekommen. Dagegen wirkt das Diako doch irgendwie süß. Am späteren Nachmittag kam dann mein Namensvetter aus England angereist. Ich hatte zweidrei schöne Tage zusammen mit ihm. Heute ist er leider schon weg und so bin ich wieder allein in meinem Zimmer. Morgen wird dann eine Messe gefeiert mit den Alten und dann Abendmahl in Form eines Ostertisches gefeiert mit den lieben Senioren und nochn paar anderen. Ansonsten liegen einige ruhige Tage vor mir, Ostern muss ich ned arbeiten, sondern etwas entspannen, bevor es in die zweite Hälfte des April geht.
Soweit kurz und knackig meine letzten Monate. Hoffe euch gehts allen juut, wo ihr auch seit.
von Lukullus
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Sunday, 11. january 2009 7 11 /01 /Jan. /2009 22:39
Nu sind alle Großereignisse ein Teil der Geschichte und ich liege gemütlich und ohne Besuch auf meinem Bett, naja meine Mitbewohnerin ist da, was fast unter die Spate Besuch fallen könnte, aber lassen wir das mal außen vor.
Lisa und Chrissi waren da, das größte aller Großereignisse. Wir haben Göteborg erkundet, dass sich von kalter aber überwiegend schöner Seite gezeigt hat. So konnten wie eine Bootstour zu den vorgelagerten Inseln unternehmen, haben Haga, ein altes aber gut erhaltenes Arbeiterviertel mit schönen Häuschen, beschritten und ansonsten mal links mal rechts eine kleine Sehenswürdigkeit mitgenommen. Außerdem haben wir leckerst gegessen, meine Küche ist also tatsächlich doch zu was gut. Sylvester haben wir mit einem unterhaltsamen Spiel begonnen, welches uns lehrte, dass alle komischen Städtenamen aus Finnland stammen und der Harz eigentlich ein Besuchermagnet in der Schweiz ist. Die Stunde Null des Jahres 2009 begingen wir dann mit Phil und nen paar angereisten Freunden von ihm in der Innenstadt, wo es kalt aber zum singen schön war. Doch dann war die Zeit solangsam leider auch schon wieder vorbei. Der frische roteburger Hamburg-Hannover-Hauch tat mir sehr gut und vergrößert auch etwas die Vorfreude auf die heimelichen Vier Wände im Kreiskaff.
Schon am nächsten Tag gings auf ein weiteres Abenteuer: Malmö. Zusammen mit Phil gings ab in den Süden, der Kälte hinterher. Des war vielleicht kalt, aber auch sehr schön, wieder einmal eine neue Umgebung anderer Volontäre beschnuppern zu können, denn in Malmö sind drei unserer elf Deutschen Freiwilligen eingesetzt. Der große Kilian, die rosa Claudia und unsere singsame Tine. Drei liebe Erdenbewohner die zu treffen mir immer wieder eine Freude bereitet. So verbrachten wie einige Tage in der schwedischen Südstadt, redeten, lachten, spielten Computer, guckten ein klein wenig die Stadt an und auch Kilians Gemeinde. Dann gings gemeinsam mit den dreien wieder gen Norden, fast bis nach Hause. Hängengeblieben sind wie in Helsjön, so wie 17 weitere Volontäre aus Südwestschweden. Unser zweites "Auslandsseminar" stand an. Thema: Zukunft. Zukunft der Kirche, unsere Zukunft und was man sonst noch mit dem Thema verbinden kann. Der Anfang hat richtig Spaß gemacht, doch zum Ende hin ist vom Arbeitstrieb leider nicht mehr sehr viel übrig geblieben, sodass es eher in ein Spieleseminar abrutschte, auch lustig, aber meiner Meinung verschwedete kostbare Zeit und unnötiger Kostenaufwand. Naja insgesamt wars aber schön alle wiederzusehen, zu lachen und etwas mit Abstand zur normalen Arbeit zu arbeiten. Außerdem wird das nächste und letzte "Auslandsseminar" ein "Heimseminar" werden, denn wir werden uns auf den Weg in die Bundesrepublik Deutschland wagen und damit noch nicht genug, es wird ein richtiges "Heimatseminar" werden, denn wir haben es arrangieren können, dass wir zweieinhalb Tage des Kirchentags in Bremen miterleben werden und darüberhinaus in Bremen bleiben werden! Also wer mich nah am Zuhause treffen möchte, ich bin Mitte Ende Mai schon mal wieder in heimischen Gebieten anzutreffen.
Soweit die nötigen Aktualisierungen meiner schwedischen Erlebnisse, ich bin nu bissel müde und werd wohl mal nen bissel soven. Also machts juut, schaut euch noch'n paar der neuen Bilder an und bis baldi.
von Lukullus
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Saturday, 27. december 2008 6 27 /12 /Dez. /2008 00:11
Inoffizielle Überschrift: Besuch bei Domi, Advents/Weihnachtstrubel in der Gemeinde, Adventszeit, Es geht nach Rom, Geschenke, crank, Einsamkeit, Viermonatiges, Weihnachten, Vorfreude uvm.

Lang, lang ist's her, dass ich mich das letzte Mal gemeldet habe und es gibt keine plausible Entschuldigung dafür. Zeit hätte ich gehabt, aber keine Zeit dafür mich zu motivieren, so musste dieser Beitrag bis heute Nacht warten.
Ende November bin ich zum Dominik nach Katrineholm gefahren, nun fragt sich jeder, wat dat denn, es ist eine kleine süße Stadt auf der Ostseite Schwedens, etwa ne halbe Stunde mitm Zug von Stockelholm entfernt und wat dat ist wisst ihr hoffentlich. Viel Spaß hatten wir dort zu dritt, denn Friedrich (Volontär nördl. von Umeå) war aus dem hohen Norden angereist. Wir hörten viel Musik haben gequatscht, mit Dominik in Dominiks Gemeinde gearbeitet, mit Dominik in Dominiks Gemeinde Innebandy gespielt, Kristin (eine unserer dt. Volontärinnen) in Örebro besucht und einfach nur hammerviel Spaß jehabt. Doch genauso schnell wie diese schönen Tage kamen, sind sie auch schon wieder vergangen, so wie dat immer is. Naja, also mit erhobenen Haupt das Schlachtfeld betreten und die Weihnachtszeit hinter mich bringen, so dachte ich zumindest. Vom jetzigen Zeitpunkt aus betrachtet wars eigentlich mal richtig schön entspannt. So wie Weihnachtszeit eigentlich sein soll, aber meine Meinung dazu später.
Am 2. Advent, 07.12., war großes Kinderbasteln mit anschließendem Familjgudstjänst angesagt. Eine großer Spaß, mit all meinen kleinen Freundinnen und Freunden aus den Kindergruppen, sowie Konfirmanden und nicht meine alten Damen und Herren vergessen. Eine rundum schöne Veranstaltung, die ich mir wesentlich stressiger vorgestellt habe als sie letztenendes geworden ist.
 Die nächste Woche war von Weihnachtsfeiern gespickt. Miniorerweihnachtsfeier, Konfiweihnachtsfeier und auch die Mitarbeiterweihnachtsfeier. Bedeutet: Julmust bis zum Abwinken (ein Getränk so nebenbei, das wie Phil und ich beschlossen haben irgendwie nach kohlensäureversetztem, alkoholfreiem Whiskey-Cola schmeckt), Pepparkakor (Pfefferkuchen) und Lussekatter (ein Gebäck mit Rosinen und Safran). Entweder das oder was anderes haben mich dann auch erstmal heftig crank gemacht, sodass ich erstmal flach lag. Ned so wirklich angenehm. Aber am 12. und 13. war dann Luciafest in Schweden angesagt. Das Lussefest, am 12., was das Warten auf die Heilige Lucia beinhaltet habe ich in Älvsborg (eine Gemeinde, in der ich Mitglied einer Jugendgruppe bin) mit einigen meiner Konfis, Phil und Elin (Volontärin aus Schweden) verbracht. Ein unterhaltsamer Abend, mit großem Luciakonzert, etwas zu früh, aber machte nichts). Am nächsten Morgen gings dann mit dem groß angekündigten Luciafest los, was aber inner ziemlichen Pleite endete. von Luciachören in der ganzen Stadt war keine Spur, nur das Blasorchester der Heilsarmee war zu hören und überall Mädels mit Glitter in den Haaren war wohl dieses Jahr auch ned so angesagt. So guckte ich mir ein Krippenspiel von zwei der schwedischen Volontäre hier in Göteborg an und besuchte danach das Underwater-Rugby-Turnier von Phils hiesiger Manschaft, was sich doch als recht unterhaltsamer und ausprobierenswerter Sport herausstellte, werde ich wohl im Januar mal versuchen. Doch die Aufregung gab der Krankheit noch ne Chance, sodass auch der Montag krankheitsbedingt arbeitlos blieb. Bin grad etwas durcheinander mit der ganzen Reihenfolge, kann auch sein, dass ich da grad zwei Wochen verwechsle, naja, zumindest Tatsachenbericht wird erstattet.
Am 16. Dezember hatten wir Freiwilligenweihnachtsfeier. Alle freiwillig Engagierten und der Mitarbeiterkreis stopfen sich in einen Raum, essen und unterhalten sich und werden unterhalten, von wem? Von den Neuen! Anna, Magnus (unser Kantor) und mir! Ja mir auch. Ich durfte den Schweden etwas vom Sankt Nikolaus erzählen, in der Landessprache, hab ich aber zu meinem Erstaunen recht gut gemeistert. Hinterher wurde ihnen dann noch ne Strophe vom Nikolauslied beigebracht (Niklaus ist ein guter Mann, dem man nicht gnug danken kann...) War sehr amüsant das aus siebzig schwedischen Kehlen zu hören :D
Am nächsten Tag wurden meine Schwedischkenntnisse dann gleich ein weiteres Mal auf die Probe gestellt, als ich die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium auf Schwedisch vortragen durfte, im Rahmen des kleinen Weihnachtsgottesdienstes unserer Krankenhauskirche (wo nur Alte wohnen). Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzten hatte Carina noch den Anschlag auf mich verübt, dass ich als Hirte im Schulkrippenspiel, dass in unserer Kirche stattfand, mitspielen sollte. Also stand Großlukas zweimal zwischen lauter süßen Drittklässlern im zur Bühne umfunktionierten Altarraum von Kaverös und durfte den "Herde 2" spielen. Aus den Kindern werden mal Stars, hab die Namen zwar schon zum größten Teil wieder vergessen, aber wir werden die irgendwann auf der Weltbühne wiederentdecken, ganz bestimmt (...not).
Dann kam der 19. mein offizieller letzter Arbeitstag diesen Jahres. Er war so hart, ich hätte mich fast vor Anstrengung verschluckt beim Kaffeetrinken mit Carina und Anna, was meine einzige Arbeitsaufgabe dieses dreistündigen Arbeitsmorgens war. Am gleichen Tag fuhr Phil nach Katrineholm (remember, dort wohnt Dominik) und ich blieb in Göteborg zurück. Wie so eine Minimetropole plötzlich ziemlich ausgestorben wirken kann ohne bekannte Gesichter ist schon der unglaublich. Naja, ich habs ja dann doch überlebt. Am 23. war dann der erste Sjung i Julen-Gottesdienst, bedeutet, dass sich eine ganze Gemeinde versammelt um Weihnachtslieder zu singen, um das finale Warten auf den Heiligen Abend etwas zu versüßen. Eine schöne Sache, die in Älvsborg Tradition und anscheinend auch angesagt ist, denn die ganze, nicht ganz kleine Kirche war gestopft mit Mensch. Viele Lieder wurden gesungen, einige sind auch mir mit deutschem Text bekannt gewesen, wobei die meisten Schweden strikt behaupten, dass wäre gar ned möglich, dass wie diese Lieder auch auf deutsch singen (obwohl im Gesangbuch bei den Angaben "traditionellt tysk folksmelodi" steht), war auf jeden Fall schön mit den Leuten der Jugendgruppe zusammenzuhocken und zu singen. Dann hieß es aber auch schnell ins Bettchen, denn am Heiligen Morgen begann es schon um 8 Uhr in der Domkyrkan (Göteborgs Hauptkirche) mit einem zweiten Sjung i Julen-Gottesdienst, bei dem der Kinder- und der Jugendchor auftraten. Wiederum eine richtig gute runde Sache, nur eindeutig zu früh, sodass ich mich danach erstnochmal unter meine Bettdecke verzog, bis ich dann um 1 Anna und ihre Familie besuchen fuhr, um mit ihnen den restlichen Heiligen Tag zu verbringen. Es lief auf Essen, Essen, Geschenke und wieder Essen hinaus. Erst "leichte" Kost bei Annas Schwiegermutter, die praktischer Weise über ihnen wohnt, dann zu Annas Schwagerfamilie gefahren und dort ein weiteres Mahl lecker Nahrung zu mir genommen, Geschenke ausgepackt, was hier etwas reichhaltiger ausfällt anscheinend als ich es gewohnt bin (1 Stunde Geschenke auspacken, aber nicht einer nach dem anderen, nein alle packen gleichzeitig eine Stunde lang Geschenke aus!) und danach wurde nochmal Nachtisch gegessen. Eine kurze Übersicht über ein schwedischen Julbord (Weihnachtsesstisch): Sill (roher eingelegter Fisch; ned so mein Ding), Lachs (in verschiedensten Varianten; sagte mir ziemlich zu), Julskinka (gekochter Schinken; joa, essbar), Grünkohl (ned so mein Ding), Rotkohl (dagegen der schon eher), Rote Beete (mhhhhh), Kartoffeln (passt), Hartkäse (durchaus lecker), Käsekuchen (wat sehr gutes) und noch so einiges mehr, doch im Anschluss Ris a la Malta (Milchreis, jedoch mit eher weniger mit Milch, als vielmehr mit Sahne, also sehr süß und lecker, nicht richtig zu vergleichen mit herkömlichem Milchreis, da ganz anderer Geschmack). Hmm, das war mal nen richtig leckerer Tag.
Abends gings dann mit Phil noch in die Mitternachtsmesse in Kaverös, was den ohnehin schon schönen Tag noch abrundete. Am ersten Weihnachtsfeiertag gings dann wieder recht früh hoch, Anpacken bei der Weihnachtsmesse in Kaverös war angesagt. Mehr als müde wurden also Tische gedeckt, Kerzen angezündet und aufgepasst, dass ich ned einschlafe (das ich dann bei der Messe eingenickt bin lass ich mal lieber unerwäh.. hoppla). Abends wurde dann mein Lieblingsessen aufgetischt, im Restaurang Phil: Rahmspinat, mit Kartüffeln und Spiegelei. Also marzipanener Abschluss zum Nachtisch einen leckeren Bratapfel für jeden. Des war nen Schmauß und schon war der Tag auch schon wieder vorbei. Gestern bin ich dann von Anna ins Kino eingeladen worden, eine schwedische Tradition, wie mir verkündet wurde, dass man mit der Familie um Weihnachten herum ins Kino geht, ich habs mir gefallen lassen. Am Abend haben Phil und ich dann Frank's nen Weihnachtsbesuch abgestattet.
Am Dienstag kommen Lisa und Chrissi, um mit mir Sylvester zu feiern. Freu mick schon.
Der nächste Bericht kommt zeitnäherer als dieser, ganz bestimmt.
Lassts euch juut jehn.
von Lukullus
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Saturday, 22. november 2008 6 22 /11 /Nov. /2008 10:51

Moihoinseln alle miteinander,

Es ist Samstag schönster Sonnenschein und ich liege auf meinem Bett, um euch etwas mitzuteilen. Seit Donnerstag Abend sind Phil und ich anerkannte Stammbesucher im Frank's, wurde solangsam auch mal Zeit. Wir haben am Donnerstagabend einen Angestellten dort kennengelernt, der Deutsch spricht und das auch allzu gerne tut, sodass sogar Aufräumen des Cafes  zur Nebensache wird, wenn seine neuen "deutschen Freunde" anwesend sind. =D WIr fühlten uns geehrt. Wurden dann gestern Abend sogar damit begrüßt, dass die weibliche Bedienung, die am Donnerstagabend auch zugegen war sogar genau wusste, was wir trinken wollte und uns später einen ausgegeben hat. So muss das sein! Aber das ist nicht das einzige was in den letzten zwei Tagen vorgefallen ist. Am Donnerstagabend haben wir gleichzeitig unser 3-monatiges begangen. Scheiße nochmal, nu ist schon nen Vierteljahr vorbei, die Zeit verging wie im Fluge, übermorgen in einem Monat ist Heiligabend und es gibt bis dahin noch soviel zu machen, bis die langersehnten Weihnachtsferien mit vielen Highlights anbrechen. Besuch in Katrineholm nächste Woche, ick freu mich schon drauf. Großes Julpysslar (Weihnachtsbasteln) in Kaverös, wo mir die Finger vermutlich zusammenkleben werden von den ganzen Bastelsachen, vielleicht sollte ich nach dem Jahr ernsthaft nen Pädagogikstudium in Betracht ziehen und dann nen Kindergarten eröffnen, hier in Schweden gibt es dafür genug Kinderpotential und dementsprechend auch Nachfrage.

Unser 3-monatiges wurde für mich dann noch mit meinem ersten schwedischen Schnee eingeleitet, liegengeblieben ist kaum was, aber morgens bzw. gestern war alles zugefroren und ist auch den Tag über nicht aufgefroren. Gestern stand dann der Kontrollbesuch von meiner schwedischen Organisation an, in Form von Tobias, einem hohen Tier in der Svenska kyrkans unga (Schwedische Kirchenjugend) hier in Göteborg. Ich wurde über alles ausgefragt, was ich mache, wie lange ich arbeite, ob es mir gefällt, obe ich Probleme mit Carina, meiner Mentorin, oder sonst jemandem aus der Gemeinde habe, was ich am liebesten mache, was ich nicht so wirklich gerne mache und wie es mit meiner Freizeitgestaltung aussieht. Alles in allem hat sich rausgestellt, dass es mir ziemlich gut geht, normale Probleme da sind, wie das Vermissen von Familie und Freunden. Bei meinem Sportproblem wird er gucken, ob sich da was ändern lässt. Und meine Gemeinde wurde leicht zurückgepfiffen :), es wurde nämlich auch die Frage nach der Sprache gestellt. Ich war schon gut genug, um die größten Teile des Gesprächs auf der schwedischen Landessprache zu bestreiten, wovon Tobias anscheinend einigermaßen beeindruckt war. Woraufhin er im Gespräch mit Carina und mir gesagt hat, dass die Sprache lernen ned das einzige sein soll woran ich mich bei diesem Jahr erinnern soll. Daher soll ich zwar kontinuierlich mit der Sprache Fortschritte machen, jedoch nicht so unter Druck gesetzt werden von meiner Gemeinde. Ändern wird sich für mich dadurch wohl kaum was. Trotzdem gab es mir das Gefühl, dass ich anscheinend schon richtig was erreicht habe, zumindest was die Sprache angeht. Dann war das Gespräch beendet und ich bin zum Göteborger Lippenstift gefahren, das ist ein großes Gebäude am Hafen in dem die Kirchenkanzlei ihren Sitz hat und Anna gestern ein Seminar zu Konfirmandenunterricht leitete. Eigentlich bin ich nur richtig zum Essen da gewesen, aber konnte mich auch mal in der gehobenen Schicht der Göteborger Kirche umgucken. Schon der Hammer, wo die ihre Büros haben! Blick über den Hafen und ganze zwei Etagen nur Büros für Kirchenfragen. Natürlich ist mir da auch ein bekanntes Gesicht übern Weg gelaufen, nein damit meine ick ned Anna, sondern Karin, eine der Seminarleiterinnen in Helsjön und meine Asprechpartnerin in Fragen Berlin und möglicherweise Bremen. Ob die ganze Volontärsippe durch die Straßen Bremens ziehen wird beim Kirchentag wird sich erst im Januar auf unserem nächsten Seminar entscheiden, bis dahin muss ich alle Fragen geklärt haben, von Unterkunft, bis Reise und die Kosten für den ganzen Spaß. Das ist auch noch etwas, was bis Heilig Abend ansteht ;)

Ich soll alle Helsjönseminarteilnehmer ganz lieb von unserm Feldwebel grüßen =D.

Soweit die Erlebnisse der letzten beiden Tage. Heute wird gekocht bei Phil und morgen veganer Mittagstisch gehalten.

Hope euch gehts juut.

von Lukullus
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Monday, 17. november 2008 1 17 /11 /Nov. /2008 09:24
Eine bisschen grosse Zeit ist vergangen seit dem letzten Mal. Nun eine Berichterstattung. Erstmal ich lebe noch und habe auch noch alle Finger, Zehen und Nasen... äh Ohren, Nase hab ich irgendwo vergessen.
Die letzte Woche war bis Donnerstag ned so wirklich richtig richtig aufregend, eher eine normale kaltelangweilige Novermberwoche, eingeleitet von einem Planungstag der mit langweiligster Tag ever in meinem bisherigen Schwedenleben gekürt wird. Heiliger Turmspringerschrei, wenn er aufm 10ner ausrutscht, war das ein öder Tag. Naja Nach zwei weiteren normalen Arbeitstagen kam der Donnerstag. Die Ausbildungsmesse hat begonnen, zwar noch ned für mich, aber für Claudia und Tine, die aus Malmö gekommen sind um mitzuhelfen. Abends hab ich Claudia dann getroffen und sie in die Tiefen des Franks eingeführt, wie alle =D
Am Freitagmorgen wars dann auch für soweit, dass ich zur Messe durfte. Man nehme Svenska Mässan in Göteborg, packe einige Stände hinein, einen davon von der Svenska kyrkan. Nehme nun eine handvoll eifriger und ausgeschlafener Volontäre und streue sie über dem Stand aus. Für die letzte Würzung nehme man noch portofreie Postkarten und lässt diese verteilen. Nun den Ofen auf und die Besucher hineingelassen, dass sie sich an dem Stand erfreuen können. Viele tatens ned, sondern haben nur unsere Erdbeer-Lakritz-Volontär-Bonbons eingesteckt, aber einige ungefähr 350 oder so auf drei Tage verteilt, haben eine Karte geschrieben, und einige wenige haben sogar in Erfahrung bringen wollen, was wir denn so genau machen. Das war unsere Chance einen Blick auf die nächste Elite zu werfen. Engagierte Menschen die noch Baldvolontäre sind, aber bald Volontäre sind. Insgesamt eine schöne runde Sache mit leckerem Essen zum Mittag.
Abgerundet wurden die Messetage durch die Malmöer, die uns besuchen kamen. So machten wir uns schöne Abende in deutsch-schwedischer Runde, lachten viel, schliefen wenig und hatten Spass.
Soweit eine Kurzübersicht zu den letzten Tagen.
Machts juut, erfreut euch an warmen Tagen und denkt dann an mich, es verdammt nochmal kalt hier. Und ich darf jetzt auf mein Rad hüpfen, um die Schwarzen Bretter mit Papier zu bedecken.
von Lukullus
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Thursday, 6. november 2008 4 06 /11 /Nov. /2008 09:20
Moihoihnseln alle miteinander,
Die drei Tage dieser Woche hatten leicht Ungewöhnliches an sich. Am Montag war abends Sprachkurs, ne neue Gruppe, da ich die Zeit gewechselt habe. Ich sitze nun zwischen einem Inder und einem Franzosen. Der Inder ist richtig locker drauf, wie ich gestern rausgefunden habe, aber dazu später. Erstmal wars am Montag etwas komisch, die Gruppe kannte sich untereinander, nur eine iranische Frau und ich waren zur Gruppe neu dazugestoßen, sodass Insider zwischen Nanda, der Lehrerin, und den Schülern gemacht wurden, die ich nicht verstand. Naja, dass ist wohl normal so.
Am Dienstag verlief der Tag nicht so ganz wie vorgestellt, denn ich erfuhr, dass wir mit den Miniorern grillen werden. Man muss dabei bedenken, es hatte vielleicht vier Grad draussen, also Grill rausgekramt, Kohle drauf und mit nem eklektrischen Anwärmer angefeuert. Dann wars so weit, die Würstchen wurden präsentiert. Ich habe ja mit vielem gerechnet, aber dass die Schweden Bockwurst auf den Grill packen, finde ich dann doch etwas komisch. Den Kinnsers hats geschmeckt, mir auch einigermaßen, trotzdem hab ich aufm Grill lieber Rostbratwurst. Dann gings zu den Konfis, wo ein Student einen Vortrag über Israel gehalten hat, bzw. über seine Reise durch Israel. Ich fand ihn, genauso wie die Konfis gähnend langweilig gemacht, da hätte der Typi wirklich mehr rausholen können, als Fotos von einer Fahrradtour um den See Genezareth zu zeigen. Das Gespräch, dass ich jedoch hinterher mit ihm geführt habe war um einiges interessanter. Er studiert an einer Folkshögskola wie Helsjön Internationale Begnung und auch etwas Internationales Recht, wenn ich das richtig verstanden habe und arbeitet im Moment in einem UN-Projekt mit. Dabei habe ich dann erfahren, dass die Folkshögskoler hier kostenlos sind und nur die Unterbringung einem Geld abverlangt. Mal sehn...   Der restliche Abend war nicht so aufregend, in der Jugendgruppe haben wir Shrek geguckt und salziges Popcorn gegessen, an das ich mich inzwischen richtig gewöhnt habe.
Gestern ging alles mit einer überaus erfrischend langweiligen Mitarbeiterbesprechung los und ich wage zu bezweifeln, dass es spannender gewesen wäre, hätte ich was verstanden. Dann gings zu Stor och liten, wo wir insgesamt 12 Kleinkinder sitzen hatten und dreizehn Eltern dazu, Full House in unserem Kinderraum und auch dementsprechend laut. Dann hatte ich Barnrythmik, eine eher ruhige Angelegenheit, mit nur drei Kindern. Endlich Ende im Gelände und nach kleiner Schlafeinheit zu Hause ab zum Sprachkurs, wo nicht nur ein Inder, sondern gleich zwei auftauchten, die auch die lockersten Gemüter im ganzen Kurs zu sein scheinen. Nu wirds immerhin nicht ganz so langweilig ohne Phil auf dem Stuhl links neben mir. Dann gings ab zu einer Geburtstagsfeier in einem Restaurang. EIn Mitglied meiner Jugendgruppe hatte seinen 21. gestern und feierte ihn mit uns dort im Götas.
Das wars von meiner Seite, hoffe euch gehts gut.
Bis dehennseln
von Lukullus
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Monday, 3. november 2008 1 03 /11 /Nov. /2008 09:42
Peacingen alle miteinander,
Hoffe euch gehts allen gut, euch ist auch so kalt und ihr habt Spass am Leben.
Ick fang mal chronohologisch an.
Mein längster Arbeitstag seitdem ich angekommen bin:
Erstmal hab ick schön mit Carina morgens über alles mögliche gequatscht, was so anstand und ansteht. Dann habe ich erfahren, dass ich schöne viele freie Tage für meine Wochenendundlängerarbeitstage bekomme, sodass ich vom 21.12. bis 06.01. frei hab ohne auch nur einen Ferientag zu verlieren =) Dann gings weiter, Essen einkaufen für die Konfirmanden, Essen vorbereiten, Ablauf planen und und und, bis dann um kurz vor sechs die ersten süssen kleinen Konfis gegen die Eingangstür klatschten und wir ihnen Einlass gewährten. Dann wurden geplante Spiele gespielt und danach leckerlecker Tacos gegessen. Das war vielleicht ne Essensschlacht und trotzdem hab ick viel hinterher mitnehmen dürfen. Dann wurde über Medien und Umgang mit Medien diskutiert. Erschreckend wie viele Kinners hier liebe lange Abende vorm Fernseher hängen, um sich Idol oder sonen Schrott reinzuziehen, solln sie doch lieber Gilmore Girls gucken, das lernt man was und trainiert noch die Bauchmuskeln durch dauerhaftes Lachen. Nach der Andacht waren die Konfis auch schon wieder weg und hinterliessen schön viel Aufräumarbeit, sodass aus etwas später zu der Verabredung mit Phil kommen hiess, sich zu ner halben Stunde ausweitete.
Am Samstag, am Samstag, ja richtig, ich war mit Elin unterwegs, einer schwedischen Freiwilligen. Waren zusammen inner Stadt und auch etwas im Konstmuseum und am Abend dann im Kino. Was zum lachen: Ick hab mir mitten inner Nacht auf der anderen Seite Göteborgs Highschool Musical 3 angeguckt. Sehr amüsant.
Am Sonntag gings dann, nach Gottesdienst in Kaverös und nachdem Phil und ich lecker vegan zu Mittag gegessen haben, zu IFK Göteborg vs. Elfsborg IK. Phil und ich haben schön gegen IFK geschrien, trotzdem haben sie 5:2 gewonnen und mal wieder gezeigt, dass schwedischer Fussball und vor allem die schwedische Fankultur ne einzige Lachnummer sind. Ganze 17 000 Zuschauer waren bei dem Spiel, bei einem Stadionfassungsvermögen von 40 000. Und das war nicht irgendein Spiel, sondern der 3. gegen den 2.. Aber anscheinend gehen die Verantwortlichen davon aus, dass es sich bessern wird =D, denn grade wird ein neues Stadion für 50 000 gebaut.
Am Montag begann die neue Woche. Da passierte soweit nichts spannendes oder erwähnenswertes. Dienstag jedoch änderte sich einiges, denn Dominik, Freiwilliger in Katrineholm hatte sich auf den Weg nach Göteborg begeben und wonhte bis gestern bei Phil. Doch erstmal zum Arbeitstag. Letzte Woche hatten die Kinder hier Ferien, means keine Kindergruppen, soweit nicht noch im Babyaltern, und auch keine Konfirmanden oder Jugendgruppen. Planung fürs restliche Quartal stand an. Erst Miniorer, dann Konfis. Wird ne extrem spannende Zeit, so wies aussieht *räusper*, naja mal gucken. Schön Kekse backen macht ja auch Spass. Dann abends gings mit Phil und Domi in den Baader Meinhof Komplex. Ein sehr guter, aber auch bedrückender Film, denn man als Deutscher, zumindest in unserem Alter gesehen haben sollte, um zumindest etwas Staatskunde zu haben, die leider oftmals in der Schule zu kurz kommt. Danach dann noch eine ausführliche Diskussion über das gesehene bei Mäcels. Ein schöner Abend.
Am Mittwoch war der Morgen ein normaler, Mitarbeiterbesprechung und Stor och liten, danach jedoch keine Barnrytmik, sondern das erste Mal Sjukhuskyrka, Krankenhauskirche. Ich bin also in das in unserem Kirchenkreis gelegene Krankenhaus für alte Menschen gegangen (in Deutschland hiesse sowas wohl Altersheim, aber wenn man in Schweden in einer Institution wohnt und auch noch ärztlich betreut wird, so spricht man hier sofort von einem Krankenhaus) und habe alte Menschen von ihren Wohngruppen zum Gottesdienst und wieder zurück gebracht. Das kirchliche Personal, dass dort arbeitet hat wirklich was drauf. Die wussten bei jedem ganz genau, Namen, Krankheiten und was so ansteht, von wegen Besuch von der Tochter oder Enkeln. Natürlich ist das gewissermassen ja auch ihr Job, aber dass man solche Dinge dann auch in den Gottesdienst einfliessen lässt benötigt schon das richtige Feingefühl, welches diese Frauen anscheinend haben.
Am Abend gings dann das letzte Mal zum ersten Sprachkurs (heute beginnt mein zweiter, jedoch zu einer anderen Zeit und ohne Phil, mit einer neuen Gruppe, mal schaun wat das wird). Eine schöne Angelegenheit, es wurden Handynummern ausgetauscht, sodass man sich später mal auf nen Kaffee treffen kann und noch bisschen gequatscht, was so in der Zukunft bei den Einzelnen ansteht. Danach habe ich die beiden Jungs getroffen und wir sind in eine Jazzbar gegangen mit Livemusik, schöne runde Sache das ganze und liessen dann den Abend mit einer schwerpolitischen Diskussion über Kapitalismus bei Burger King ausklingen =)
Donnerstag wurde Göteborg dann zwei Deutsche reicher. Am Abend kamen Uta, Freiwillige im Norden Stockholms, und Dominique, Freiwillige in Uppsala, nach Gbg und bewohnten mein Wohnzimmer bis gestern. Ein schöner Film liess den Abend ausklingen. Am Freitag habe ich frei bekommen. Zum Frühstück kamen Phil und Dominik und dann gings zu fünft auf Göteborgtour. Erste Station Elche gucken =D, jaja, diese Deutschen. Danach dann nach Haga und leckeren Tee gekauft, einen Second Hand Laden unsicher gemacht, schöne Mütze für Dominique gekauft und auch den Gewürzladen von innen beschaut. Danach gen Innenstadt noch ein zwei oder auch mehr Bekleidungs- und Musikgeschäfte mitgenommen und dann eine Pause bei Frank's gemacht (ohne einen Besuch dort kommt hier wirklich keiner Weg ;P ). Noch eine Runde durch die Markthalle und schon war der Tag fast um.  Ab gings nach Hause, wo Uta einen leckeren Nudelauflauf kreirte. Dann wieder in die Stadt, Jungs wiedergetroffen und ab zum Sticky Fingers. Durch abschreckendes Aussehen sind dann aber nur Phil und ich hineingegangen und haben zwei coole Rock-Metalbands gesehen (Oh Chrissi, ich musste so an dich denken), während die anderen drei einen anscheinend sehr amüsanten Abend im Kaffeebereich eine 7-eleven verbrachten.
Am Samstag, einem sehr schönen sonnigen Tag, wie eigentlich auch die restlichen, gings wieder in die Stadt, wo wir die Simone trafen und nen Kaffee mit ihr tranken. Irgendwann kamen dann auch die super ausgeschlafenen Jungs dazu und leisteten uns Gesellschaft. Dann gings ab ins Stadsmuseum, während Phil zwei Alben von In Flames kaufte und sie von den Künstlern signieren liess, sodass ich nun stolzer Besitzer eines handsignierten In Flames-Albums bin.
Im Stadmuseum klärten wir uns etwas über die Geschichte der Wikinger und Göteborgs auf, sowie schlenderten wir über eine Schokoladenausstellung, wo viele Aussteller ihre braune Süsse präsentierten, sehr lecker.
Abends wurden lecker Gnocci mit Spinat-Huhn-Käse-Sauce gegessen. Dann gings zu Peter, zu einem musikalischen Quizabend. Peter und ich hatten einige Fragen zu schwedischer bzw. deutscher Musik vorbereitet und vermittelten uns so etwas die jeweils heimländische Musikkultur. Eine sehr lustige Angelegenheit.
Sonntagmorgen war Abschied angesagt. Ich brachte die Mädels nach Johanneberg, wo ihre Mitfahrgelegenheit, bzw. Mentor von Dominique auf sie wartete. Ich fuhr weiter nach Hisingen, um meine ersten Gottesdienst in Phils Gemeinde mitzuerleben. Gleichzeitig hatte Phil auch einen Auftritt mit dem Gemeindechor, was die Sache noch spannender und um einiges lustiger ;P Die Gemeinde ist klein, wodurch jeder Raum für vieles genutzt wird. Danach gings zum sonntäglichen Mittagessen in der Unterwelt und dann nach Hause schlaaaaaaaafen, was die letzte Woche irgendwie, warum auch immer, zu kurz kam.
Das war die letzte Woche. Ick wünsch euch irgendwas mit Zimt, Sonnenstrahlen und Büchern.
Bis dehennseln
von Lukullus
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Friday, 24. october 2008 5 24 /10 /Okt. /2008 00:51
Ja hmm... wat soll ick da noch anfügen.
In der letzten Woche ist so gar nichts passiert, jedoch in der Woche zuvor. Meine Familie war da und war hatten ein paar nette Tage zusammen. Meine Klamotten sind nun vollständig in Schweden und auch Weihnachtsgeschenke sind anwesend, zumindest kleine, doch mit gutem Inhalt, Apfelgelee, hmmmmmm. Die Familie wurde dann einmal zu allen mir bisher bekannten Sehenwürdigkeiten geführt, wobei sie glaub ich mehr von der Stadt wissen als ich, denn wie vielen bekannt ist liest mein Vater gerne Reiseführer :D und hat mir an der Stelle einiges voraus, was Göteborg angeht. Die Gemeinde wurde beguckt und auch die meisten meiner Kollegen konnte ich ihnen vorstellen und noch etwas haben sie mir voraus, sie wissen wie es sich anfühlt in unserem Kinderraum zu schlafen. Eigentlich wollten sie ja die ganze Zeit campen, aber als eines morgens das Zelt eingefroren war und Aaron nur durch eine einstündige Dusche wieder aufgetaut werden konnte haben sie es vorgezogen die letzte Nacht im Kinderraum zu nächtigen, um sich Komplikationen beim Zeltabbau zu ersparen und nicht noch einmal zu frieren. Dann wurde das Volvo-Museum ausgekundschaftet, hat schon schöne Autos da, aber ich hab nicht ganz verstanden warum die nur Volvos ;)
Auch die Schären haben wir unsicher gemacht, das sind die Göteborg vorgelagerten Inseln. Wat haben wir sonst noch gemacht, achja, wir haben eine Messe in der Domkyrka besucht zum Anlass des Kirchenjugendtages oder sowas. Super Veranstaltung mit schöner Musik. Schokokaffee wurde natürlich auch getrunken, ohne den probiert zu haben kommt mir hier keiner mehr weg :) Und dann war die Woche auch schon wieder rumsdibums und ich habe meine Familie zum Denmark-Terminal von Stenaline begleited, von wo aus sie nach Fredrikshavn und dann durch Dänemark zurück nach ROW gejukkelt sind. Nu bin ick seit fast einer WOche wieder allein und hab normal gearbeitet, wobei ich nur von dem Highlight berichten kann, dass ich die Seniorenandacht heute morgen musikalisch am Klavier begleitet habe, mehr schlecht als recht, bin für öffentliche Aufführungen meinerseits einfach ned geschaffen, zwei Personen wat vorpielen... ja, 25...nein, auch wenns natürlich alle super fanden, ich kann den Schumann inzwischen ned mehr hören und für die Liedbegleitung hätte ich verbannt werden sollen :S Naja, alle taten glücklich und warens komischerweise vielleicht auch und dann haben wir belegte Süßbrote gegessen, so wie immer.
Das Wochenende steht an, doch morgen habe ich nen schönen 12-Stunden-Tag, mit Konfirmandenbespaßung, ernsten Gesprächen und Tüten schleppen, alles was ein Volontär so das ganze Jahr über so machen sollte in einen Tag gequetscht, son kack, schreibt mir jemand nen Attest, hab keinen Bock, aber das hilft nichts.
Hoffe ihr habt ähnlich anstrengende Tage, und muss grad an "Dankbar" von den Toten Hosen Text denken. Ich mag das Lied, auch wenns total negativ und schwarzmalerisch ist. :)
Bis dehennseln und bald mal wieder, werd mich anstrengen nu mal öfter zu schreiben, ja ich weiß, dass hab ich schon mal gesagt :D
Bis dannen
von Lukullus
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Friday, 10. october 2008 5 10 /10 /Okt. /2008 09:19
Moihoinseln und ein fröhliches Tachelsen an alle Freunde der Sonne, warmem Wetter und wenig Regen.

Hab mich schon länger ned mehr jemeldet ick weiss und es tut mir auch fast leid.
Wat is passiert?
Öhm...öhm...ahja, ich war mit Phil, nem Freund von ihm und Simone bei Ljus i Alingsås. Des war doch recht ansehnlich, wobei ich schon bissel mehr von Lichtdesignern erwartet habe, naja (Fotos stell ich später rein, bin grad im Büro). Zuvor gab es Maultaschen, das erste Mal für mich, haben recht gut geschmeckt, wird nicht mein Hauptnahrungsmittel, aber darfs mal wieder geben. Hm...noch was spannendes, ausser dem Alltagsgedöhnsel...ähäm...jupp! Ich hatte meinen Einführungsgottesdienst, zwar etwas spät nach sechs Wochen, aber ich hatte einen. Der war richtig schön. Der Kinderchor hat gesungen und ich war richtig stolz auf unsere Kleinen, denn die haben tatsächlich die ganze Gemeinde überschrien und haben dabei noch ned mal schlecht geklungen. Dann war noch eine Dialogpredigt am Start, zugeschnitten auf die anwesenden Konfirmanden und am Ende meine Einsegnung mit Handauflegen meiner Mentorinnen und einigen Worten seitens der Pastorin. Die Worte kann ich leider nicht weiter ausführen, da sie zwar bestimmt viele nette Sachen gesagt hat, genausogut aber ein Kochrezept hätte vorlesen können, Klartext ich habe nicht mal was vom abfahrenden Zug im Bahnhof verstanden. Naja. Danach war grosser Fikaabendund Elternabend, eher Elternviertelstunde für die Konfirmandeneltern. Des Weiteren...ah ja, ich habe einen Freund gefunden! Er ist 8 Monate alt und heisst Kaspar. Das Baby ist wirklich zum untern Arm klemmen und nen Sprintrekord aufstellen. Der hat erst mal einen Einführungskurs in deutschen Kinderliedern bei mir belegt und das sogar ohne Heulattacke! Die anderen Babys fangen schon an zu flennen, wenn ich noch drei Meter von ihnen entfernt stehe, weisz ned was die gegen mich haben, aber sie haben anscheinend ein Problem mit mir :S So jetzt wirds solangsam schwierig mit Neuigkeiten, ach doch, morgen kommt meine Fam mich für ne Woche besuchen. Freu mich schon die Streitereien von Hannah und Aaron und auch auf die Kofferraumladung Gepäck, die mitkommt.
Heute Abend ist erstmal Kulturnatten hier in Gbg, bedeutet: Kirchen und Museen haben die ganze Nacht geöffnet und es gibt viele Konzerte usw. Mal schaun wat das wird. Ansonsten kann man nur sagen, dass die Schweden übelst jugendunfreundlich sind. Hier darf man in die meisten Bars, nicht Pubs, Bars, erst ab 23 oder älter rein. Was ist denn das hier für nen Studentenleben bitte? Naja. Wir arrangieren uns und da ich dieses Jahr eh keinen Alkohol trinke gibts da eh keine grösseren Probleme.
Bis dehennseln Freunde des Mondes einer klaren Sternübersäten Nacht in der der Atem gefriert.
Der Lukas
von Lukullus
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Monday, 29. september 2008 1 29 /09 /Sept. /2008 09:19
Peace alle miteinander,
es ist das eingetreten was ich heute morgen befürchtet habe: ES REGNET! und ned nur a bissel, nej es SCHÜTTET! und warum kotzt mich das so an? Weil Kleinhirn Lukas keine Regenjacke dabei hat und nun durch die Gegend fahren soll um Werbung an schwarze Bretter zu pinnen! So nen kearrrrrrck. Naja, so kommt ihr dazu, was bei mir in den letzten Tagen so ablief.
Die zurückliegende Arbeitswoche war gespickt mit Highlights, die ich aber anscheinend alle verpasst denn es war ziemlich langeweilig, so langsam stellt sich hier der Alltag ein, nach nun etwas mehr als einem Monat und einer Woche Schweden. Es war schon lustig mit den Kinners aus der Juniorergruppe rumzutoben, aber das war auch nur ein temporäres Hochgefühl. Wat den Schwedischkurs angeht, so bin ich nun in der Lage die Wochentage aufzusagen und habe gelernt ein Adjektiv zu steigern, mal gucken was mich heute Abend erwartet.
Das Wochenende war hingegen etwas lebensfroher, zwar hab ich nicht viel unternommen, aber das wenige viel war schon sehr lustig. Phil hat über ein Plakat von einem Konzert erfahren, dass irgendwo stattfinden sollte, bekannt war nur, dass es sich dabei um Anarcho-Punk handelt, also nichts wie hin. Als wir aus der Bahn ausstiegen war mein erster Gedanke: In wat für nem Ghetto sind wir hier gelandet. Auf der einen Strassenseite ein riesiges Fabrikgebäude, auf der anderen Arbeitersiedlung. Aber wir waren ja ned da, um dort einzuziehen, sondern nur für das Konzert. Nach fünf Stunden warten, um 7 war Einlass, wir Deppen waren um 6 da und selbst um 10 wären wir noch pünktlich zur ersten Band gekommen, war es dann so weit. Kunst ist immer eine Sache des Betrachters. Der der dies für wirkliche Kunst hält mag bis zur Unkenntlichkeit gekreischte Wörter, verzerrte Gitarren, die so heftig rückgekoppelt sind, dass Tonunterschiede nur an den Bewegungen der Hände des Gitarristen bzw. Bassisten erkennbar sind, kaum jedoch fürs Ohr und ein extrem schneller Beat. Insgesamt eine sehr unterhaltsame Erfahrung. Wer mich kennt, der weisz, dass ich gerne laute Musik höre, doch diese Interpretation der Musik war dann doch etwas zu laut. Phil hörte nach ner halben Stunde nur noch gedämpft, hat sich dann aber später davon erholt, joa und war schon lustig. Die Schlagzeuger hatten definitiv was drauf. Auszerdem habe ich an diesem Abend Fair Trade Cola kennengelernt, aus Malawi und Sambia, die hat wirklich Klasse. Ned so süsz wie die herkömmliche Cola. Des Weiteren wurden wir noch in die groben Kreise der Antifa eingeführt. Ick hab damit ja ned so wirklich was am Hut, aber für Phil war das schon super, so Kontakte knüpfen zu können. Auch haben wir erfahren, dass es in diesem Kulturhaus, genannt Kulturhuset Underjorden (kann sich wohl jeder denken, wat das bedeutet), jeden Sonntag Essen für jedermann zu nem günstigen Preis gibt. Zu bemerken gibt es noch, dort wird nur veganes Essen serviert. Also nichts wie hin gestern Nachmittag. Und es erwartete mich das zum einen gesündeste, als auch leckerste Essen seit ich in Schweden bin. Endlich mal wieder Gemüse pur. Oh war das lecker und alles für nur umgerechnet 2€.
So es regnet immer noch, ich hab keine Ahnung, was ich nu machen soll und langweile mich.
Ick wünsch euch was.
von Lukullus
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